Moskau 2016


 

Auch Moskau stand bereits zum zweiten Mal auf dem Programm. Eigentlich war ich mir nicht ganz sicher ob ich überhaupt in Moskau dabei sein will. Denn die letzte WM in Moskau war nicht gerade der Hit. Ein Stadion irgendwo in einem Quartier, keine Fanzone, kein Bier im Stadion usw. Eigentlich war einzig und allein Alexej Schuld daran, dass ich nochmals nach Moskau reiste. Ich konnte doch meinen russischen Freund nicht enttäuschen. Zum Glück habe ich mich für eine Reise nach Moskau entschieden.

 

Alles war viel besser, viel herzlicher und viel offener als bei unserem letzten Besuch. Wir hatten uns wieder für das gleiche Hotel entschieden, wie im Jahre 2007. Daher wussten wir schon viel, wie es mit der U-Bahn läuft, wie man zur U-Bahn gelangt etc. Gross war die Überraschung am Flughafen, als wir von Galina abgeholt wurden mit einem Schild "Baechi-Travel". Nun mussten wir nur noch kurz auf unseren Kleinbus warten, der uns zwölf Personen ins Hotel bringen sollte. Und was fuhr vor, ein riesiger Car für die Schweizer Hockey Fans. Start ins WM Abenteuer geglückt.

 

Wie schon gesagt, hat Alexej zu einem unvergesslichen Aufenthalt viel beigetragen. Ein Höhepunkt war sicherlich der Tag des Sieges, als wir zu ihnen nach Hause eingeladen wurden und die russische Gastfreundschaft erleben durften. Uns würde so viel und üppig aufgetischt, dass wir doch glatt das Feuerwerk verpassten.

 

Wir haben anders als 2007 dieses Jahr ganz in der Nähe ein feines Restaurant gefunden, mit sehr freundlicher Bedienung, gutem Essen und feinem Bier. Schnell wurde das Lokal zu unserer Basis vor oder nach dem Spiel in Beschlag genommen, denn im Stadion und auf der Fanmeile gab es auch 2016 leider nur alkoholfreies Bier.

 

Im Hotel stand die gemütliche Bar mit dem Billard Tisch nicht mehr. Aber zum Glück fanden wir im Zentrum mit dem Punch & Judy Pub ein urgemütliches Pub, wo wir bei dem herrlichen Wetter auch am Abend noch bis in die späten Stunden draussen sitzen und das Leben geniessen konnten. Ein guter Tipp für alle Moskau Reisenden.

 

Ein weiteres Highlight war der Besuch im Kreml, den Jan organisiert hatte. Das letzte Mal hätte man stundenlang anstehen sollen, aber dank unserer privaten Führerin (welch Zufall, es war wieder Galina) mussten wir keine Minute anstehen und waren als erste im Kreml und konnten in Ruhe alles anschauen und fotografieren. Sehr eindrücklich!

 

Für einmal reiste ich bereits nach einer Woche wieder nach Hause. Nur Harry und Jan blieben die ganze Vorrunde. Aber Dank der Familie Ivanov wurde es ihnen nie langweilig.

 

Sportlich lief nicht viel, bis gar nichts. Niederlagen gegen Kasachstan, Norwegen, Russland, Schweden und Tschechien standen nur zwei Siege gegen Dänemark und Lettland gegenüber. So verpasste man die Viertelfinals klar.

 

Trotzdem: die WM Reise hat sich gelohnt. Wir sahen Moskau von einer ganz anderen Seite als 2007. Die Stadt hat sich sehr positiv entwickelt.