québec 2008

 

 Unsere WM Reise nach Canada wurde überschattet vom Tod unseres Freundes Hitsch Knöpfel. Der Schock über seinen für mich plötzlichen Tod sass tief. Ich wusste während langer Zeit gar nicht, was passiert war, da wir uns während diesen Tagen im Nationalpark Mont-Tremblant aufhielten ohne jeglichen Natel Empfang zur Aussenwelt. Nicht einmal die Resultate der WM kannten wir, ausser wir fanden wieder einmal einen Laden, wo wir eine Zeitung kaufen konnten. Im Radio fand die WM überhaupt nicht statt. Umso grösser also der Schock, als wir wieder Natel Empfang hatten.

 

Nachdem nun einige Tage ins Land gezogen sind, denke ich immer mehr, dass es für Hitsch wohl keinen schöneren Tod gibt, als während einer WM von uns zu gehen. Für ihn war die WM immer das highlight während einer Hockeysaison. Kaum war die WM vorbei, freute er sich bereits riesig auf das nächste Turnier. Hitsch wir werden dich und deine Geschichten vermissen!

 

Zum ersten Mal reisten wir getrennt an die WM. Ich und meine Familie (mit Karin, Marco, Björn und Nicola) mieteten in Montreal einen Camper und fuhren damit nach Québec, genauer gesagt nach Lévis. Dort schlugen wir auf dem Campingplatz für die erste Woche unser Lager auf und fuhren jeweils mit Bus, Fähre und Taxi ins Collisée Pepsi. Schon kurz nachdem wir zum ersten Mal Québecer Boden betreten hatten, trafen wir im ersten Biergarten Hitsch, Harry, Roman, Jan und Marco, die den kanadischen Frühling genossen.
Da wir nach einer Woche Québec wieder verliessen sahen wir nur drei Spiele der Schweizer an dieser WM. Was die Eisgenossen in diesen Spielen zeigten, war aber schlicht super! Drei Spiele in Serie an einer WM gewonnen, das gab es wohl noch nie. Zum ausgezeichneten Bild dieser WM war aber auch die ganze Organisation rund ums und im Stadion verantwortlich. Das Fan-Fest war gut. Vor allem gefiel mir, dass ich in Canada als Hockey Fan willkommen geheissen wurde und nicht als Terrorist. Keine Kontrollen beim Eingang, Bier im Stadion, beinahe freie Platzwahl und trotzdem gab es keinerlei Probleme. Die Stimmung unter den Schweizer Fans war genial!

Nach einer Woche Québec hiess es bereits wieder "au revoir". Die Bächis verbrachten noch gut 16 Tage in Canada mit dem Camper. Es waren herrliche Tage im Geburtsland des Hockeys an die ich mich noch lange gerne zurückerinnern werde.
Hoffentlich schaffen wir es im nächsten Jahr in der Schweiz ein ähnlich friedliches Fest auf die Beine zu stellen. See you 2009 in Bern!